Stromnetz

Das Stromnetz kann man in Deutschland in zwei Bereiche unterteilen:

Übertragungsnetz über große Entfernungen:

  • Höchstspannungsnetz mit 220 kV oder 380 kV, bzw. geplante Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen mit bis zu 525 kV.
  • Die Betreiber dieser Übertragungsnetze sind Dienstleistungsunternehmen, welche die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für die Instandhaltung des Netzes sorgen, Stromleitungen ausbauen und modernisieren und Stromhändlern/-lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren.
    Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, Netzschwankungen, welche sich durch Abweichungen zwischen aktuell erzeugter Strommenge und Stromnachfrage ergeben, möglichst gering zu halten.
    In Deutschland ist das Höchstspannungsübertragungsnetz im Wesentlichen Eigentum der vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) TenneT, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW.

Verteilernetze:

  • Hochspannungsnetz mit 60 kV bis 220 kV zur Grobverteilung
  • Mittelspannungsnetz mit 6 kV bis 60 kV
    Das Mittelspannungsnetz verteilt den Strom an regionale Transformatorenstationen oder direkt an größere Einrichtungen bzw. Abnehmer.
  • Niederspannung: 230 V oder 400 V
    Das Niederspannungsnetz dient der Feinverteilung. An das Niederspannungsnetz sind private Haushalte, kleinere Industriebetriebe, Gewerbe und Verwaltung angeschlossen. Die Netze mit niedrigeren Spannungsebenen dienen der Verteilung der elektrischen Energie an die Endverbraucher. In diesem Bereich ist eine Vielzahl von regionalen und kommunalen Netzbetreibern tätig.

Veranschaulichung des Netzaufbaues an Hand einer Graphik des  Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

 

 

Abbildung: Das deutsche Stromnetz

© BMWi

Weiterführende Links: Bundesnetzagentur, BMWI